Spielort:
Der Spielort ist denke ich für weitere Cons gut geeignet! Die Wiese für Fahrzeuge und etwaige Zelte ist gut zugänglich und ausreichend weitläufig. Das Haus der Geländebesitzer fällt dabei kaum störend ins Auge.
Der Wald wirkte auf der Karte sehr klein, aber dieser erste Eindruck täuschte! Tatsächlich ist der Wald sehr weitläufig und bietet sicherlich viele Spielmöglichkeiten. Auch die "Endschlacht-Wiese" war sehr zweckmäßig gewählt.
Mein einziger Kritikpunkt am Spielort ist das nicht vorhandensein von sanitären Anlagen. Dixies aufzustellen hilft da leider nur bedingt!
Wetter:
Ich weiß, daß niemand etwas am Wetter ändern kann, aber ich möchte trotzdem erwähnen, daß die schwüle Hitze eine große Herausforderung darstellte. Der Wald bot zwar Schatten und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung, konnte aber ein ständiges transpirieren nicht verhindern. Gerade als Gerüsteter musste ich sehr mit mir kämpfen, um z. B. in der Endschlacht durchzuhalten! Hierbei muß ich die Orga, bzw. die eingesetzten Character-Player lobend erwähnen, welche erstens ständig daran erinnerten viel zu trinken und zweitens auch Wasser bereitstellten!
Orga:
Ich bin sehr zufrieden mit der gesamten Organisation! Die Orga sorgte für einen geregelten Ablauf des Spiels, einen schnellen Abschluß der Formalitäten (Check-In, Orga-Ansprache, etc.), eine ständige Präsenz vor Ort für etwaige Fragen und einen netten, hilfsbereiten Umgang mit den Spielern. Die Option sämtliche Ausrüstung von den Autos direkt zum Lager und abends wieder zurückgebracht zu bekommen empfand ich als sehr zweckmäßig. Auch die Möglichkeit abends dort zu grillen und ein Zelt zur Übernachtung aufzuschlagen kam sicherlich vielen Spielern mit einer weiten Anreise zu gute, auch wenn ich selber dieses Angebot nicht nutzte!
Plot:
Da ich mich ein wenig für den amerikanischen Sezessionskrig interessiere, lag mir das Setting eines Bürgerkrieges unter Menschen, die eigentlich Freunde und Verwandte sind, aber durch die von oben gemachte Politik zu Feinden werden, sehr! Ich konnte Szenen wiedererkennen, die mich stark an die Filme "Gettysburg" oder "Gods & Generals" erinnerten und dies gefiel mir außerordentlich! Die Ehrenhaftigkeit, mit welcher sich die verfeindeten Parteien begegneten rührten mich und meine Highlights waren ganz klar das Spiel der Heerführer und Adeligen während der Palamentärssitzung und die Wortgefechte vor und nach der Endschlacht. Außerdem muß ich positiv erwähnen, daß man als Adeliger stets mit dem nötigen Respekt gemäß seines Standes behandelt wurde und die eigene taktischen Ansätze ins Spielgeschehen mit einfließen lassen konnte!
Character-Player, bzw. NSCs:
Das Spiel mit den gecasteteten Character-Player habe ich sehr genossen! Der camberionische Heerführer passte sehr gut zum raubeinigem Charakter des Landes und war stets offen für Vorschläge in den Lagebesprechungen. Dies ermöglichte ein intensives Spiel und das Gefühl als Truppführer auch wahrgenommen zu werden! Der Zwist der beiden Brüder von Carstein zeigte die eigentliche Sinnlosigkeit dieses Bruderkrieges auf und passte zur allgemeinen Stimmung! Auch das Spiel mit dem feindlichen, aklonischen Heerführer war schön und berührend!
Schade fand ich jedoch, daß die NSCs, welche zweimal in der Rolle von Aklonern aus Raenna unser Lager angriffen nicht gefangennehmbar wahren. Ich verstehe den Ansatz der Orga, die NSCs wieder für neue Rollen freimachen zu müssen, nur ist es immer ernüchternd trotz gewährter Gnade und sanitätsdienstlicher Erstversorgung die etwaigen Gefangenen sterben zu sehen! Die dann doch noch gefangene Späherin hatte leider auch kaum Informationen mitzuteilen. Hier hätte ein intensiveres Briefing sicherlich Abhilfe schaffen können!
Das am Ende der Schlacht Verstärkung auf Seiten der Akloner eintraf, fand ich realistisch und zum Setting gut passend!
Andere Spieler:
Ich kann in diesem Punkt nur für mich sprechen, aber ich möchte klarstellen, daß ich ein sehr intensives Spiel genießen durfte!
Zuerst einmal möchte ich meiner eigene Gruppe dafür danken! Ihr habt mich wirklich begeistert und meine kühnsten Erwartungen übertroffen! Beginnend mit einem adäquaten Aussehen und Auftreten, über ständige Lobpreisungen unseres Volkshelden und bis hin zu einem leicht überzogenen Patriotismus hat alles zu unserem Gruppenkonzept gepasst! Genau so habe ich mir die Barenthiener Garde vorgestellt!
Aber auch mit der Gruppe um Max Mustermann hatte ich ein sehr intensives Spielerlebnis! Gerade weil unsere Gruppen zwar den Großteil des Camberionischen Heeres vor Ort stellten aber doch so unterschiedliche Ansichten vertraten, gab es bei diversen Punkten Reibereien! Das hat das Spiel belebt und interessant gemacht!
Abschließend kann ich nur sagen, daß ich ein paar sehr schöne Rollenspielerlebnisse mit nach hause nahm!
Fazit:
Mein Fazit fällt ganz klar positiv aus! Ich kann der Skarabäus-Orga nur meinen Dank aussprechen, ein solch schönes Spiel organisiert zu haben und freue mich schon sehr auf die Auswirkungen des Cons auf das politische Geschehen der Phönix-Welt, sowie etwaige Fortsetzungen der Bürgerkriegskampagne!
In diesem Sinne: Für Camberion, für Barenthien (und für Svante
