Nach anderthalb Jahren Wartezeit stach die Angelique am Freitag endlich in See.
Die Wettergötter waren uns wohlgesonnen und schenkten uns ruhige See, Sonnenschein bei Tag und sternenklare Nächte.
Da ich noch nie vorher gesegelt bin hatte ich ein wenig Sorge, doch die stellten sich als weitestgehend unbegründet herraus.
Wir bezogen also unsere Kojen, wurden von der Crew bestens unterwiesen und auch für das leibliche Wohl war steht's gesorgt.
Doch auch wenn die See uns nicht umher schubste fanden sich bald darauf andere Kräfte die das übernahmen. Immer wieder hörten wir seltsame Stimmen die uns dazu drängten uns oder andere zu verletzen. So kam für die Heiler nie Langeweile auf und auch die restlichen Passagiere waren damit beschäftigt die rätselhaften Ereignisse zu untersuchen.
Die räumlichen Gegebenheiten auf dem Schiff und die Tatsache dass die Passagiere allein oder in sehr kleinen Gruppen reisten sorgte dafür dass alle schnell miteinander ins Spiel kamen und Informationen und Gerüchte sich zügig verbreiteten. Man konnte niemanden vertrauen da jeder im nächsten Moment besessen sein könnte und war doch darauf angewiesen sich gegenseitig zu unterstützen und ein Auge aufeinander zu haben. Es gab so viele verschiedene verdächtige Personen und Dinge das man von einer falschen Fährte in die nächste stolperte und als sich das tatsächliche Übel dann offenbarte sorgte es durch seine geistige Beeinflussung dafür dass es dennoch spannend blieb und mögliche Lösungen auf seltsamen und oft auch komische Weise vereitelt wurden. Ich war sehr erfreut und ein wenig überrascht als ich lebend von Bord ging, leider hatten andere Passagiere in dieser Hinsicht weniger Glück.
Nach anderthalb Jahren Larpentzug waren wir wohl alle extrem froh Mal wieder ein mehrtägiges Spiel besuchen zu können. Dank der G2 Regelung konnten wir die Gedanken an das Alltagsleben endlich einmal wirklich beiseite schieben und wieder in die Phönixwelt eintauchen. Ich bin immer noch sehr euphorisch und schwanken ein wenig am Tag danach.
Ich hatte unfassbar viel Spaß.
Die Charaktere waren wunderbar und oft etwas verrückt, die NSC waren quasi permanent abspielbar da jeder eine Festrolle hatte. Die Gegebenheiten auf dem Schiff fand ich sehr spielfördernd und es gab quasi keine OT Blasen.
Auch die OT Besatzung war super freundlich und hilfsbereit und in keiner Weise störend für das Spiel.
Es gab mehr schöne Szenen als ich aufzählen kann, seien es gruselige Besessenheiten oder Situationen in denen wir vor Lachen fast am Boden lagen. Es wurden wunderbare Lieder gespielt und ein neues gedichtet, Ultorianerinen riefen Malagasch an und kippen in aller Seelenruhe Weihwasser ins Meer, es wurden medizinische Innovationen getestet und verrückte Kunstwerke geschaffen.
Ich nehme viele schöne Eindrücke und einen sehr hübschen blauen Fleck von meinem Sturzflug auf der Treppe mit nach Hause, der mir unerwartet viel Aufmerksamkeit verschafft hat aber ansonsten wirklich nicht so schlimm war wie er wohl aussah

Vielen Dank an die Orga, die NSC, den Koch und alle Mitspieler für dieses wirklich wunderbare Spiel.
Ich hoffe wir werden erneut die Gelegenheit haben mit der Pippilotta in See zu stechen!